Washington, D.C.: Tizard-Mission offenbart Radartechnik
Am 19. September 1940 traf die Delegation des britischen Erfinders Henry Tizard in Washington mit US-Vertretern zusammen, um Details der Chain-Home-Radarstationen zur Ortung deutscher Bomber preiszugeben. Später enthüllten sie den Hohlraum-Magnetron, was die alliierte Technologiekooperation im Zweiten Weltkrieg beflügelte.
Hintergrund
Ereignisdetails
Am 19. September 1940 leitete Henry Tizard eine geheime britische Delegation nach Washington, D.C., wo sie Vannevar Bush und Alfred Lee Loomis vom US National Defense Research Committee trafen. Sie teilten Kenntnisse über die britischen Chain Home-Frühwarnradars mit, die einfliegende Luftwaffe-Bomber orteten.
Wichtige Austausche
Die USA zeigten ihr Marine-CXAM-Langwellenradar, gaben aber Schwächen bei der Senderleistung zu. Am 6. Oktober präsentierten Edward George Bowen und John Cockcroft den Hohlraum-Magnetron, ein Gerät mit 10 Kilowatt Leistung bei 10 cm Wellenlänge für präzise Peilung.
Beteiligte und Kontext
Team umfasste Militärexperten wie Brigadegeneral F.C. Wallace, Kapitän H.W. Faulkner und Group Captain F.L. Pearce. Die Gruppe erreichte per Schiff nach Halifax-Halt das Ziel und richtete sich im Shoreham Hotel ein. Dies geschah inmitten britischer Isolation, um US-Industrie trotz Neutralität zu nutzen.
Bedeutung
Der Austausch ebnete Wege für Strahltriebwerke und Atomforschung, förderte die alliierte Technologiepartnerschaft im Zweiten Weltkrieg. Quellen: Wikipedia „Tizard Mission“; Buderis The Invention That Changed the World (1996).