1. Januar 1970🇺🇸Militärische Begegnung

Juli 1952 Hanford: Scheibensichtung und Presseblockade

Im Juli 1952 beobachteten zwei Piloten ein flaches, rundes Objekt in Form einer fliegenden Untertasse, das über der Hanford-Anlage der Atomic Energy Commission in Richland (Washington) zur Plutoniumproduktion schwebte. Die Air Force wies ihre Ermittler an, Presseanfragen hinzuhalten.

Datum
1. Januar 1970
Ort / Land
🇺🇸Vereinigte Staaten
Typ
Militärische Begegnung

Hintergrund

Die Sichtung

Im Juli 1952 — Wochen vor den berühmten Radar-Visual-Wellen über Washington — meldeten zwei Piloten ein flaches, rundes Objekt in Form einer fliegenden Untertasse, das über der Hanford-Anlage in Richland (Washington) schwebte. Hanford war damals die wichtigste US-Einrichtung zur Herstellung waffenfähigen Plutoniums und eines der sensibelsten Nuklearkomplexe des Landes.

Die Presseblockade

Nach den von Coulthart zitierten Blue-Book-Akten wies die US Air Force ihre Ermittler intern an, Presseanfragen zu dem Vorfall hinzuhalten, statt ihn zu bestätigen oder zu erklären. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges galt jeder Hinweis auf einen Überflug eines Nuklearwaffen-Komplexes durch ein unbekanntes Objekt als politisch hochbrisant.

Kontext

Die Sichtung vom Juli 1952 ist zu unterscheiden von den späteren F-94-Radar-Visual-Abfangversuchen über derselben Anlage im Dezember 1952, die in dieser Timeline als eigenes Ereignis geführt werden. Zusammen illustrieren die Hanford-Fälle ein in den US-Freigabeakten wiederkehrendes Muster: Nukleareinrichtungen ziehen UAP-Aktivität an.