Senator Richard Russells UFO-Sichtung im Transkaukasus
Am 4. Oktober 1955 beobachtete US-Senator Richard Russell aus einem sowjetischen Zug heraus ein scheibenförmiges Objekt, das vertikal aufstieg, gefolgt von einem zweiten dreieckigen Flugobjekt. Sowjetische Begleiter zogen die Vorhänge zu und warnten die Amerikaner, nicht hinauszusehen.
Hintergrund
Die Sichtung
Am 4. Oktober 1955 fuhr US-Senator Richard B. Russell Jr. — damals Vorsitzender des Senatsausschusses für Streitkräfte — auf einer Kongressreise mit dem Zug durch die Transkaukasus-Region der Sowjetunion. Durch das Abteilfenster beobachtete er ein scheibenförmiges Objekt, das vertikal vom Boden aufstieg, gefolgt innerhalb weniger Sekunden von einem zweiten, dreieckigen Flugobjekt.
Die sowjetische Reaktion
Russell und seine beiden Mitreisenden wurden unvermittelt von sowjetischen Sicherheitskräften konfrontiert, die ins Abteil eilten, die Vorhänge zuzogen und die Amerikaner in deutlichen Worten ermahnten, nicht aus dem Fenster zu sehen. Das Verhalten legte nahe, dass die Sowjets sehr genau wussten, was sie vor fremden Augen abschirmten.
Das Debriefing
Zurück in Washington wurde Russell vom US Air Force Intelligence debrieft. Der Debrief-Bericht wurde eingestuft. Spätere Analysten, darunter Senator Barry Goldwater sowie Forscher auf Basis von FOIA-Dokumenten, argumentierten, dass Russells Schilderung von den US-Nachrichtendiensten als hoch glaubwürdig eingestuft wurde und zur Erkenntnis im Kalten Krieg beitrug, dass auch die Sowjets mit dem Phänomen rangen. Coulthart führt den Fall als zentrales Indiz an, dass UFO-Sichtungen die ideologischen Grenzen des Kalten Krieges überschritten.