8. November 1963🇧🇷Untersuchung

Conde, Bahia: Gemeldete Metallkugel mit Leichnam erweist sich als unbelegt

Ein Rundfunksender in Rio de Janeiro meldete am 8. November 1963, in Conde im brasilianischen Bundesstaat Bahia sei eine große Metallkugel mit einem Leichnam darin niedergegangen. Innerhalb von zwölf Tagen prüften drei US-Stellen die Meldung und verwarfen sie als Erfindung.

Datum
8. November 1963
Ort / Land
🇧🇷Brasilien
Typ
Untersuchung

Hintergrund

Rádio Tupi in Rio de Janeiro meldete am Abend des 8. November 1963, aus der Gemeinde Conde in Bahia werde berichtet, eine große Metallkugel sei mitten in den Ort gestürzt und habe einen vier Meter tiefen Krater gerissen; die Kugel habe fensterartige Öffnungen mit dickem Glas, im Inneren liege ein menschlicher Körper in schwerer Kleidung mit nicht entzifferbaren Zeichen. Der Foreign Broadcast Information Service der CIA hielt die Sendung fest.

Der Wert des Falls liegt in dem, was danach geschah. Eine handschriftliche Notiz vom 13. November auf dem FBIS-Blatt aus den Akten des National Aeronautics and Space Council dokumentiert, dass der NASC das Außenministerium bat, die US-Botschaft in Rio die Meldung vor Ort prüfen zu lassen. Am 14. November wollte die Botschaft schriftlich bestätigt haben, dass Washington den Pressebericht für unecht hielt, und gab dessen Formulierung wieder — ein „large metal manned balloon" und ein toter Besatzungsangehöriger „wearing [a] uniform or spacesuit with strange markings". Sie ergänzte, in der Gegend sei ein als Wetterballon eingeschätztes Objekt gemeldet worden, abgestürzt sei jedoch nichts.

Am 20. November übermittelte die Botschaft die Feststellung des Wissenschaftsattachés am Konsulat in Salvador: Die Geschichte sei in Rio de Janeiro erfunden worden. Als Belege führte das Konsulat an, dass zeitgleiche lokale Berichterstattung fehlte und die spätere sich widersprach; zudem verwies es auf das brasilianische Luftfahrtministerium, das jedes „strange object" in Conde kategorisch bestritt.