Apollo: Die Lichtblitze der Astronauten — ein Rätsel, das gelöst wurde
Besatzungen von Apollo 12, 14 und 17 berichteten in den medizinischen Debriefings von Lichtblitzen und Lichtstreifen, die sie in der Dunkelheit sahen. Die NASA stellte fest: Die Wahrnehmung entstand im Auge selbst — kosmische Strahlung trifft die Netzhaut.
Hintergrund
Was die Besatzungen meldeten
In den medizinischen Debriefings nach ihren Flügen beschrieben mehrere Apollo-Besatzungen Lichtblitze oder „Lichtstreifen", die sie in der Dunkelheit sahen — meist beim Versuch zu schlafen.
Apollo 12 (1969): Charles „Pete" Conrad, Richard „Dick" Gordon und Alan Bean schildern die Erscheinungen unabhängig voneinander. Das medizinische Team der NASA prüft, ob es sich um dasselbe handelt, was Buzz Aldrin nach Apollo 11 berichtet hatte, und ob kosmische Strahlung auf die Netzhaut die Ursache sein könnte.
Apollo 14 (1971) und Apollo 17 (1972): Besatzung und Befrager arbeiten die Merkmale des Phänomens systematisch heraus. Bei Apollo 17 berichten zwei der drei Besatzungsmitglieder davon — im Mondorbit und auf der Mondoberfläche.
Die Auflösung
Die NASA kam zu dem Ergebnis, dass die Wahrnehmungen im Inneren des Auges entstanden und nicht auf äußere Lichtquellen zurückgingen. Verursacht werden sie von hochenergetischer kosmischer Strahlung, die das Auge durchdringt und auf die Netzhaut trifft. Was damals neu und ungeklärt war, ist heute ein gut dokumentierter biologischer Effekt.
Warum das Ereignis hier steht
Fünf Tondokumente aus zwei PURSUE-Tranchen behandeln dieses Phänomen. Es taucht im UAP-Bestand auf, weil es damals ungeklärt war — nicht, weil es ungeklärt geblieben wäre. Genau darin liegt sein Wert: Er zeigt, wie eine anomale Beobachtung mehrerer glaubwürdiger Zeugen sich am Ende naturwissenschaftlich auflöst.