Wurtsmith AFB: Militärberichte dokumentieren Sicht- und Radarkontakte
In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 1975 meldete die Wurtsmith Air Force Base mehrere unbekannte tief fliegende Objekte. Freigegebene Militärberichte dokumentieren Sichtbeobachtungen, Radarkontakte und den Einsatz einer KC-135 zur Identifizierung.
Hintergrund
Die Meldungen
Ein Memorandum des National Military Command Center vom 31. Oktober fasst mehrere Berichte der Wurtsmith AFB zusammen. Eine erste Meldung sprach von einem unbeleuchteten Hubschrauber am hinteren Tor und nahe dem Waffenlager. Eine spätere Korrektur verlegte die visuelle Beobachtung jedoch in die Nähe des Motorpools; das Radar zeigte zur selben Zeit mehrere Flugzeuge, darunter eines nahe dem Waffenlager, dort aber ohne das zunächst gemeldete Schweben.
Eine eingesetzte KC-135 hatte nach den OPREP-Unterlagen Sicht- und Radarkontakt zu einem beleuchteten, tief fliegenden Objekt, das sich mit ungefähr 150 Knoten nach Südosten bewegte. Ein zweites beleuchtetes Objekt schloss sich an. Beide schalteten ihre Lichter offenbar gleichzeitig aus, anschließend ging der Kontakt etwa 35 Meilen südöstlich der Basis verloren. Eine weitere Meldung beschreibt, dass die Formation mehrfach nach Süden und wieder nach Norden in Richtung Basis verfolgt wurde, bis die KC-135 wegen ihres Treibstoffstands landete.
Einordnung
Die Dokumente belegen, dass der Vorfall militärisch erfasst und weitergemeldet wurde. Sie enthalten jedoch keine Bestätigung für eine Geschwindigkeit von rund 1.000 Knoten oder für ein eindeutig festgestelltes Eindringen in den Waffenlagerbereich. Die freigegebenen Meldungen verwenden Beschreibungen wie „unidentified low-flying aircraft/helicopter“ und halten zugleich Korrekturen der ersten Lageberichte fest.