RNZAF-Untersuchungsbericht zu Kaikoura
Einen Monat nach den Sichtungen bei Kaikoura gab die Royal New Zealand Air Force ihren offiziellen Bericht heraus, der die Ereignisse auf natürliche atmosphärische Phänomene, Lichter von Tintenfischbooten und gebrochenes Venuslicht zurückführte — eine Erklärung, die vielfach bestritten wurde.
Hintergrund
Der Bericht
Nach den mehrnächtigen Radar-Visual-Film-Begegnungen bei Kaikoura im Dezember 1978 legte die Royal New Zealand Air Force Anfang 1979 ihren offiziellen Untersuchungsbericht vor. Er kam zu dem Schluss, die Zeugen — darunter Linienpiloten, Reporter und Radaroperateure — seien durch natürliche atmosphärische Phänomene, durch Lichter von Tintenfischfangbooten in der Cookstraße und durch gebrochenes Licht des Planeten Venus irregeführt worden.
Umstrittene Schlussfolgerungen
Die Erklärungen wurden von den meisten Zeugen und von unabhängigen Analysten zurückgewiesen. Die gefilmten Objekte waren gleichzeitig mit der Sichtbeobachtung von der Flugsicherung Wellington auf dem Radar verfolgt worden — schwer vereinbar mit der Tintenfischboot- oder Venus-Hypothese. Dr. Bruce Maccabee, ein Physiker der US Navy, analysierte das Filmmaterial später und kam zu dem Schluss, dass die Objekte tatsächlich unerklärt blieben.
Bedeutung
Coulthart führt den Bericht als Lehrbuchbeispiel für institutionelles "Wegerklären" statt echter Untersuchung an und argumentiert, der Fall Kaikoura bleibe einer der bestdokumentierten ungeklärten Luftvorfälle des späten 20. Jahrhunderts.