Vallée veröffentlicht „Messengers of Deception“: UAP als Massenmanipulation
Jacques Vallée veröffentlichte „Messengers of Deception“ und vertrat darin die These, UFOs seien „Maschinen der Massenmanipulation“, die Glaubenssysteme verändern sollen. Er legte nahe, dass verdeckt operierende menschliche Gruppen für einen Großteil des Phänomens verantwortlich seien, dass die Vorstellung fliegender Scheiben im Deutschland der 1930er Jahre entstanden sei und dass Geheimdienstgruppen UFO-Forschungsorganisationen einschließlich CUFOS unterwandert hätten. Das Buch spaltete die UFO-Forschungsgemeinde.
Hintergrund
Im März 1979 veröffentlichte Jacques Vallée Messengers of Deception. Vallée hatte seit Jahren argumentiert, UFOs seien wahrscheinlich nicht das Ergebnis außerirdischer Aktivität; nun beschrieb er sie als „Maschinen der Massenmanipulation“, die Erlebende beeinflussen, Glaubenssysteme verändern und die gegenwärtige Zivilisation umgestalten oder zerstören könnten. Wer dahinterstehe – Außerirdische, Zeitreisende, interdimensionale Wesen oder geheime menschliche Gruppen –, ließ er offen. Er stellte das Phänomen als uralt dar, dessen Botschaft sich mit der Zeit verändert habe, und deutete zugleich an, dass tief verdeckte menschliche Gruppen für einen großen Teil des Phänomens verantwortlich sein könnten. Vallée vermutete, das Konzept fliegender Scheiben sei in Deutschland der 1930er-Jahre entstanden und eine unbekannte private Gruppe habe nach dem Zweiten Weltkrieg die Kontrolle darüber erlangt. Menschliche Geheimdienstmitarbeiter hätten das UFO-Feld durchdrungen; Kontaktpersonen würden möglicherweise unwissentlich von menschlichen „Programmierern“ manipuliert, und Geheimdienstgruppen hätten auch UFO-Forschungsorganisationen wie CUFOS infiltriert. Das Buch polarisierte die UFO-Forschung: Einige lobten Vallées Mut und Originalität, andere hielten seine Anti-ET-Position für überzogen oder warfen ihm unbelegtes Verschwörungsmongering vor. Ehemalige CIA-Mitarbeiter wie Victor Marchetti verstärkten diese Diskussion mit der Aussage, UFOs würden in der CIA nicht wegen ihrer Lächerlichkeit, sondern wegen ihrer Zuordnung zu „sehr sensiblen Aktivitäten“ selten erörtert.