Soviet Military Investigation Unit
Die Soviet Military Investigation Unit war das interne Ermittlungsorgan des sowjetischen Verteidigungsministeriums, das Vorfälle mit anomalen Luftphänomenen rund um die Streitkräfte verfolgte, insbesondere an Raketenkomplexen, Luftwaffenstützpunkten und Marineeinrichtungen. Ihre Arbeit überschnitt sich erheblich mit dem SETKA-Programm (1978-1996), das gemeinsam mit der Akademie der Wissenschaften der UdSSR durchgeführt wurde.
Operationelle Akten
Die Einheit untersuchte mehrere prominente sowjetische UAP-Fälle, darunter den Vorfall in Sowjetisch-Karelien bei Viborg, wo Militärwachen ein schaukelförmiges Flugobjekt entdeckten, die Aktivierung der Startsequenz einer Interkontinentalrakete durch ein riesiges UFO an der Basis Byelokorowitsche in der Ukraine, den damit verbundenen Sokolow-Fall und das grüne ellipsenförmige schwebende Objekt am Raketenschießplatz Kapustin Jar. Diese Untersuchungen umfassten in der Regel Feldinterviews mit Militärzeugen, Radarbandanalysen und Ortsbesichtigungen. Befunde wurden an den Generalstab und — bei Betroffenheit strategischer Waffen — an die sowjetische politische Führung weitergeleitet.
Nachfolgefunktion
Nach 1991 gingen einige Ermittlungszuständigkeiten an die Forschungseinrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums über. Fragmentarische Aufzeichnungen sind durch die Forscher Wladimir Aschaga, Paul Stonehill und Nick Redfern bekannt geworden. Die Methodik der Einheit ist ein wichtiges historisches Gegenstück zu Project Blue Book und späteren AATIP-Operationen der USA.