Antonio Villas Boas
Antônio Vilas-Boas (1934–1991) war ein brasilianischer Farmer, der später Anwalt wurde und für einen der frühesten und detailliertesten Entführungsberichte der modernen UFO-Geschichte bekannt ist. Am 15. Oktober 1957 berichtete er, im Alter von 23 Jahren auf seinen Feldern nahe São Francisco de Sales im Bundesstaat Minas Gerais von humanoiden Wesen in ein eiförmiges Flugobjekt gebracht, medizinisch untersucht und zum Geschlechtsverkehr mit einer weiblichen Entität gezwungen worden zu sein.
- Geboren 1934 in Brasilien, gestorben 1991; zunächst Farmer, später Anwalt
- Entführungsbericht vom 15. Oktober 1957 auf Feldern nahe São Francisco de Sales in Minas Gerais
- Beobachtete ein rotes Licht am Nachthimmel während des Pflügens
- Beschrieb ein eiförmiges Flugobjekt mit rotierendem Oberteil und drei Beinen
- Medizinische Untersuchung und Geschlechtsverkehr mit einer weiblichen Entität an Bord; anschließend Strahlenerkrankungs-Symptome (Übelkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Hautläsionen)
- Untersuchung durch Dr. Olavo Fontes von der Nationalen Medizinschule Brasiliens mit Befund „leichter Strahlenkrankheit"
- Journalist José Martins hörte den Bericht, nachdem er eine Zeitungsanzeige aufgegeben hatte, die UFO-Zeugen suchte
- Vilas-Boas konnte sich an jedes Detail ohne hypnotische Regression erinnern; langsame Medienaufmerksamkeit über mehrere Jahre
- Skeptische Kritik betrachtet den Bericht als Schwindel; Vilas-Boas hielt seine Schilderung zeitlebens aufrecht
Vilas-Boas ist für die UAP-Timeline der frühere Präzedenzfall der Hill-Entführung: Sein Bericht aus 1957 etablierte zentrale Narrative (medizinische Untersuchung, humanoide Kleinwüchsige, physiologische Nachwirkungen) vier Jahre vor Betty und Barney Hill — und mit Olavo Fontes' medizinischer Begutachtung sogar mit dokumentiertem klinischem Befund. Der Fall bleibt ein Referenzpunkt jeder Debatte um frühe lateinamerikanische Entführungsberichte und deren Vergleichbarkeit mit späteren US-Fällen.