Harold Dahl
Harold Dahl war ein amerikanischer Hafenpatrouillenmann, der am 21. Juni 1947 — drei Tage vor Kenneth Arnolds berühmter Sichtung am Mount Rainier — eine der frühesten dokumentierten UFO-Begegnungen der Nachkriegszeit meldete. Mit seinem Sohn, zwei Besatzungsmitgliedern und dem Familienhund im Boot beobachtete er sechs donutförmige Objekte über Maury Island im Puget Sound, Washington. Eines davon wirkte beschädigt, warf Trümmer ab, verletzte seinen Sohn und tötete den Hund. Dahl sammelte Trümmerproben, meldete den Vorfall seinem Vorgesetzten Fred Crissman und löste eine der bis heute umstrittensten Fälle der UFO-Mythologie aus.
- Amerikanischer Hafenpatrouillenmann, Puget Sound
- Sichtung vom 21. Juni 1947: sechs donutförmige Objekte über Maury Island
- Trümmerregen verletzte den Sohn und tötete den Familienhund
- Vorgesetzter Fred Crissman; Untersuchung durch Luftwaffen-Geheimdienst-Offiziere und UFO-Forscher Kenneth Arnold
- Zwei Ermittler starben beim Absturz eines B-25-Bombers beim Transport angeblicher Proben
- FBI-Untersuchung kam zunächst zu einem Betrugsurteil; Dahl widerrief später, FBI-Akten legen nahe, dass auch dieser Widerruf erfunden sein könnte
- Trümmeranalyse ergab gewöhnliche magmatische Gesteine oder möglicherweise Meteoritenfragmente
Der Maury-Island-Vorfall gilt heute unter Forschern — auch unter UFO-Gläubigen — überwiegend als Betrug, hat aber dennoch zwei prägende Spuren in der UFO-Mythologie hinterlassen: die Popularisierung des Begriffs „fliegende Untertasse" und die Geburt der „Men in Black"- und Regierungs-Verschleierungs-Erzählung. Gerade durch seine Widersprüchlichkeit — authentische Todesfälle, zweifelhafte Proben, mehrfach widerrufene Geständnisse — bleibt der Fall ein Lehrbeispiel für den Umgang mit unzuverlässigen Zeugen in der UAP-Forschung.