Hermann Oberth
Hermann Oberth (1894–1989) gilt — neben Tsiolkowski und Goddard — als einer der drei Gründerväter der modernen Raumfahrttechnik. In einer österreichisch-ungarischen Familie sächsischer Abstammung in Siebenbürgen geboren, studierte er Physik und diente im Ersten Weltkrieg, bevor er sich ganz der Raketentechnik widmete. Sein bahnbrechendes Werk „Die Rakete zu den Planetenräumen" (1923) bewies mathematisch, dass Raketen Fluchtgeschwindigkeit erreichen und im Vakuum des Weltraums operieren können, und legte damit das theoretische Fundament für die gesamte Raumfahrt des 20. Jahrhunderts.
- Geboren 1894 in Siebenbürgen (Österreich-Ungarn, sächsisch-stämmige Familie), gestorben 1989 mit 95 Jahren
- Studium der Physik und früher Fokus auf Raketentechnik, Militärdienst im Ersten Weltkrieg
- „Die Rakete zu den Planetenräumen" (1923) — mathematischer Nachweis der Weltraumtauglichkeit von Raketen
- Theoretische Beiträge zu flüssigkeitsgetriebenen Raketen, mehrstufigen Architekturen, Orbitmechanik und ersten Raumstationskonzepten
- Frühe Vorwegnahme von elektrischem Antrieb und Ionenraketen sowie Analyse der Raumfahrt-Auswirkungen auf den menschlichen Körper
- Mentor Wernher von Brauns; Beitrag zur deutschen Raketenentwicklung im Zweiten Weltkrieg
- Nach dem Krieg Beratung bei Raketenprogrammen in der Schweiz und Italien, Ruhestand in Feucht (Deutschland)
Oberths Bedeutung für die UAP-Timeline ist indirekt, aber fundamental: Er liefert die Physik, die den modernen Raketenbau überhaupt erst ermöglicht hat — jenen Rahmen, gegen den UFO-Sichtungen mit extremen Beschleunigungen und Flugprofilen seit den 1940er-Jahren gemessen werden. Ohne Oberths Theorien gäbe es weder Raumfahrt noch den Referenzmaßstab, an dem UAP-Berichte als „jenseits bekannter menschlicher Fähigkeit" erscheinen.