Rio de Janeiro: Rio Scale proposed for ET contact
Astronomers Iván Almár and Jill Tarter introduced the Rio Scale at a SETI meeting in Rio de Janeiro to measure the significance of potential extraterrestrial detections on a 0-10 scale. It assesses societal impact and was later updated to cover messages and artifacts.
Background
Hintergrund
Astronomer Iván Almár und Jill Tarter schlugen während des 29. SETI-Review-Meetings beim 51. Internationalen Astronautischen Kongress in Rio de Janeiro, Brasilien, vom 2. bis 6. Oktober 2000 eine Methode vor, um die Relevanz von Hinweisen auf außerirdische Intelligenz zu quantifizieren. Die Skala, benannt nach dem Ort, reicht von 0 bis 10 und bewertet, wie stark eine öffentliche Bekanntgabe die Gesellschaft beeinflussen könnte, ähnlich der Torino-Skala für Asteroiden.
Entwicklung und Formel
Die Bewertung ergibt sich aus dem Produkt von Q (Konsequenzpotenzial, Summe aus Phänomenklasse, Entdeckungsart und Distanz) und δ (Glaubwürdigkeit). Hohe Werte deuten auf bedeutende Auswirkungen hin, selbst falsche Meldungen können Konsequenzen haben. Die Internationale Akademie für Astronautik übernahm sie 2002 offiziell.
Aktualisierungen
2011 erweitert um Unterscheidung zwischen interstellaren Botschaften und physischen Artefakten wie Technosignaturen. 2018 folgte Version 2.0 mit verfeinerten Kriterien gegen Falschmeldungen.