1997: Corso veröffentlicht Roswell-Umkehrtechnik-Behauptungen
US-Armee-Oberst Philip J. Corso veröffentlichte im Juni 1997 'The Day After Roswell', in dem er behauptete, die Regierung habe Materialien aus dem Roswell-Absturz rückentwickelt, was zu Technologien wie Glasfasern führte. Senator Strom Thurmond zog sein Vorwort zurück, als er den UFO-Inhalt entdeckte.
Hintergrund
Veröffentlichungsdetails
Im Juni 1997 veröffentlichte der pensionierte US-Armee-Oberst Philip J. Corso zusammen mit William J. Birnes das Buch The Day After Roswell. Es beschreibt Corsos angebliche Beteiligung an einem geheimen Programm, das Artefakte aus dem Absturz 1947 in Roswell, New Mexico an Firmen wie IBM, Hughes Aircraft und Bell Labs weitergab, um sie ohne Herkunftsangabe rückzuentwickeln.
Wichtige Behauptungen
Corso berichtete von seiner Rolle als Sonderassistent von Lt. Gen. Arthur Trudeau bei der Army-Forschungsentwicklung, wo er den Foreign Technology Desk leitete. Er behauptete, Gegenstände aus dem außerirdischen Fahrzeug hätten Entwicklungen wie Glasfasern, integrierte Schaltkreise und weitere Technologien inspiriert. Weitere Aussagen umfassten einen heimlichen Krieg gegen Außerirdische, wobei die Strategic Defense Initiative als Sieg galt, sowie Hinweise auf Project Horizon, einen Mondbasenplan von 1959.
Vorwort-Kontroverse
Die Erstausgabe enthielt ein Vorwort von Senator Strom Thurmond (R-S.C.), für den Corso gearbeitet hatte, das es als Militärgeschichte lobte. Thurmond forderte den Rückzug, als er den UFO-Inhalt erfuhr, und wies Cover-up-Vorwürfe zurück.
Bedeutung und Kritik
Das Memoir prägte die Roswell-Legende, wurde jedoch wegen Faktenfehlern, zeitlicher Ungenauigkeiten und Corsos fehlender Fachqualifikationen kritisiert. Britische Archive wiesen Behauptungen später wegen seiner unzuverlässigen Vergangenheit zurück. Es wurde Bestseller trotz Zweifeln.