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KGB

government_agencyGegr. 1954-03-13
Typ
government_agency
Gegründet
1954-03-13

Das Komitee für Staatssicherheit (russisch: Komitet Gossudarstwennoi Besopasnosti, KGB) war von 1954 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991 der zentrale sowjetische Nachrichtendienst. Mit Hauptsitz im Lubjanka-Gebäude in Moskau vereinigte der KGB Auslandsnachrichtendienst, inländische Spionageabwehr und innere Sicherheit und war damit eine der größten und mächtigsten Geheimdienstorganisationen der Geschichte.

Struktur und Auftrag

Der KGB war in mehrere Hauptdirektionen gegliedert. Die Erste Hauptverwaltung war für den Auslandsnachrichtendienst zuständig, die Zweite für die inländische Spionageabwehr und die Fünfte für ideologische Kontrolle und Dissidenten. Die Behörde leitete zudem Grenztruppen, die Fernmeldeaufklärung und den Schutz hochrangiger sowjetischer Amtsträger.

UAP-bezogene Aktivitäten

Freigegebene Dokumente zeigen, dass der KGB aktives Interesse an ungeklärten Luftphänomenen zeigte, insbesondere rund um militärische Einrichtungen und Nuklearanlagen. Das sowjetische SETKA-Programm (1978-1996), eine gemeinsame Initiative mit der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, stellte Tausende von Vorfallsberichten zusammen. KGB-nahe Akten zu Fällen wie der Aktivierung einer Raketen-Startsequenz am Flugplatz Byelokorowitsche (1982) und den Sokolow-Ermittlungen werden von russischen und westlichen Forschern zitiert. Ehemalige Offiziere wie Wassili Jeremenko haben intern gesammelte KGB-UAP-Daten öffentlich diskutiert.

Bedeutung

Die Rolle des KGB in der sowjetischen UAP-Forschung bildet ein seltenes Gegenstück zum US-amerikanischen Project Blue Book und späteren Programmen wie AATIP. Der Vergleich sowjetischer und amerikanischer UAP-Archive bleibt ein wichtiges Forschungsthema, insbesondere nach teilweiser Freigabe russischsprachiger Akten in den 1990er Jahren.